
Long Island Iced Tea Rezept: Zutaten & Zubereitung
Wer ihn einmal bestellt hat, erwartet einen erfrischenden Eistee – und bekommt stattdessen einen der stärksten Cocktails der Welt. Der Long Island Iced Tea vereint fünf Spirituosen in einem Glas und tarnt sich dabei hinter dem süßen Aroma von Cola und Limette. Dieser Artikel liefert das offizielle IBA-Rezept, vergleicht es mit gängigen Varianten und berechnet den Alkoholgehalt konkret durch.
Spirituosenanzahl: 5 · IBA-Standardmenge pro Spirituose: 15 ml · Typischer Alkoholgehalt: ca. 22 % Vol. · Offizieller IBA-Cocktail: Ja · Ursprung: USA, 1970er
Kurzüberblick
- Das IBA-Rezept sieht 15 ml pro Spirituose vor (International Bartenders Association)
- Fünf verschiedene Spirituosen bilden die Basis (Wikipedia EN)
- Cola und Limette geben den charakteristischen Eistee-Geschmack (Betterbar)
- Der exakte Erfinder bleibt umstritten – Old Man Bishop wird seit den 1920er-Jahren diskutiert (Wikipedia EN)
- Varianten weichen teils stark bei Sirup und Säuren ab (Wikipedia DE)
- Keine einheitliche IBA-Angabe zum Gesamtvolumen (CocktailScout)
- Erste Version von Old Man Bishop in Tennessee (1920er) (Wikipedia EN)
- Modernes Rezept mit Cola erst in den 1970er-Jahren dokumentiert (Wikipedia DE)
- IBA standardisiertes Rezept erst in jüngerer Zeit festgelegt (International Bartenders Association)
- Zahlreiche Varianten (Texas Tea, Long Beach, Adios Motherfucker) erweitern die Familie (Wikipedia DE)
- Alkoholgehalt bleibt bei 20–25 % – für Einsteiger ungeeignet (VinePair)
- Die alkoholfreie Version bietet einen risikoarmen Einstieg (long-island-iced-tea.com)
Die wichtigsten Eckdaten zum Long Island Iced Tea auf einen Blick:
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | IBA official cocktail |
| Typische Spirituosen | Vodka, Gin, Rum, Tequila, Triple Sec |
| Zubereitung | Shake oder Build over ice |
| Topping | Cola |
| Alkoholgehalt (berechnet) | ca. 22 % Vol. |
| Spirituosenanzahl | 5 |
Woraus besteht ein Long Island Iced Tea?
Der Long Island Iced Tea verdankt seinen Namen nicht etwa einer Teesorte, sondern allein dem hellen Aussehen, das an Eistee erinnert. Fünf verschiedene Spirituosen bilden die Basis – mehr als bei fast jedem anderen Cocktail. Laut der International Bartenders Association gehören Wodka, Gin, weißer Rum, Tequila und Cointreau (Triple Sec) in gleiche Mengen in den Shaker.
Klassische Zutaten
Das IBA-Standardrezept verwendet je 15 ml jeder Spirituose – also 75 ml Hochprozentiges allein durch die Basespirituosen. Dazu kommen 25 ml Zitronensaft, 30 ml Zuckersirup und ein Dash Cola zum Auffüllen. Die Cocktaildatenbank beziffert das Gesamtvolumen auf etwa 13 cl.
UK-Variante nach BBC
Die britische Variante unterscheidet sich deutlich: Hier werden gleiche Teile aller Zutaten in einem Longdrinkglas direkt über Eis gebaut, statt zu schütteln. Die deutschsprachige Wikipedia beschreibt eine Variante mit je 2 cl Spirituosen und 3 cl Limettensaft – ganz ohne Sirup. Für deutsche Gaumen fällt die Mischung dadurch deutlich säuerlicher aus als beim IBA-Standard.
Der Vergleich zeigt: Während das IBA-Rezept auf Balance zwischen Süße und Säure setzt, bevorzugt die britische Tradition einen deutlich spritzigeren, weniger süßen Drink.
Rezept-Typ: IBA · Zitrusanteil: 25 ml Zitronensaft · Süße: 30 ml Sirup
Wie macht man ein Long Island Iced Tea?
Die Zubereitung folgt einem klaren Ablauf: Zuerst werden die fünf Spirituosen mit Zitronensaft und Sirup im Shaker auf Eis geschüttelt, dann abgeseiht und mit Cola aufgegossen. Die Betterbar betont, dass das Schütteln mit Eis die Spirituosen verdünnt und den Drink gefälliger macht – ein Schritt, den Einsteiger gerne überspringen.
Offizielles IBA-Rezept
- 15 ml Wodka
- 15 ml Gin
- 15 ml weißer Rum
- 15 ml Tequila
- 15 ml Cointreau (Triple Sec)
- 25 ml Zitronensaft
- 30 ml Zuckersirup
- Cola zum Auffüllen
Alle Angaben stammen direkt von der International Bartenders Association und sind die am häufigsten zitierten Werte in der Cocktail-Community.
Schüttel- vs. Build-Methode
Bei der Shake-Methode kommen alle Zutaten außer Cola in einen Shaker mit Eis. Nach 10–15 Sekunden kräftigem Schütteln wird der Inhalt durch ein Barsieb in ein mit Eis gefülltes Longdrinkglas geseiht. Die Build-Methode hingegen gibt alle Zutaten direkt ins Glas und rührt lediglich um. Die CocktailScout empfiehlt die Shake-Methode für bessere Verdünnung und einen weicheren Abgang.
Das Verhältnis von Spirituosen zu Mixer fällt beim IBA-Rezept extrem hoch aus: 75 ml Spirituosen treffen auf nur 25 ml Zitronensaft und 30 ml Sirup – dazu kommt nur ein Dash Cola, kein volles Auffüllen. Das erklärt, warum der Drink so stark wirkt, obwohl er wie ein Softdrink aussieht.
Für Einsteiger empfiehlt sich die Build-Methode nur, wenn Zeitdruck besteht – der Shake-Prozess ist geschmacklich nicht verhandelbar.
Cola wird bewusst nicht mitgeschüttelt, weil die Kohlensäure verloren ginge. Erst wenn der geschüttelte Teil im Glas ist, wird Cola zugegossen – so bleibt das prickelnde Mundgefühl erhalten.
Wie viel Alkohol ist in einem Long Island?
Der Long Island Iced Tea gilt als einer der stärksten Cocktails weltweit – und das aus gutem Grund. Die englischsprachige Wikipedia beziffert die Alkoholkonzentration auf etwa 22 % Vol., was deutlich über den meisten Longdrinks liegt.
Berechnung des Alkoholgehalts
Bei 15 ml jeder der fünf Spirituosen (á 40 % Vol.) ergibt sich folgende Rechnung: 75 ml Spirituosen × 0,40 = 30 ml reinem Alkohol. Zusammen mit Zitronensaft (kein Alkohol) und Sirup (kein Alkohol) entsteht ein Gesamtvolumen von etwa 130–150 ml. Daraus folgt ein Alkoholgehalt von rund 20–25 % Vol. – je nach Cola-Menge.
Die VinePair bestätigt diesen Wert und ergänzt, dass das Getränk etwa 3,75 oz (etwa 110 ml) reinen Alkohol enthält. Das entspricht rein rechnerisch etwa 2,5 Standard-Shots auf einmal.
Vergleich zu anderen Cocktails
Im Vergleich zu klassischen Cocktails fällt der Unterschied auf: Ein Mojito (ca. 10 % Vol.) oder ein Margarita (ca. 12 % Vol.) wirken neben dem Long Island beinahe harmlos. Selbst der berüchtigte Kameltrek (Zombie-Variante) erreicht selten die 22 % Marke, obwohl er mehr Spirituosen enthält – der höhere Fruchtsaftanteil verdünnt den Alkohol stärker.
Für ungeübte Trinker ist dieser Alkoholgehalt problematisch: Drei Long Islands entsprechen rechnerisch etwa sieben Standard-Shots, ohne dass der süße Geschmack vor dem Alkohol warnt.
Wer sich für starke Cocktails interessiert, sollte wissen: Der Long Island übertrumpft nicht die absoluten Rekordhalter, aber seine Täuschungswirkung macht ihn besonders gefährlich.
Cola und Limette maskieren den Alkohol so effektiv, dass viele Konsumenten die Stärke massiv unterschätzen. Drei Long Islands innerhalb einer Stunde überschreiten bei den meisten Menschen die sichere Alkoholaufnahme deutlich.
Wie viele Shots sind in einem Long Island?
Die gängige Angabe von 2,5 Shots (VinePair) bezieht sich auf einen Standard-Shot von 40 ml. Allerdings ist die Verteilung entscheidend: Anders als bei einem klaren Shot verteilen sich die fünf Spirituosen im Long Island über ein größeres Volumen.
Shot-Äquivalente
Jede der fünf Spirituosen im IBA-Rezept entspricht genau einem halben Shot (15 ml). Wer alle fünf Spirituosen einzeln trinken würde, käme auf 5 × 15 ml = 75 ml Spirituosen – also etwa 1,9 Standard-Shots (bei 40 ml). Die long-island-iced-tea.com berechnet sogar 22,8 g reinen Alkohol pro Portion, was bei einem 40-ml-Standard-Shot etwa 2,5 Shots entspricht.
Stärke im Vergleich
Der Long Island liegt damit über vielen als stark geltenden Drinks: Ein Wodka-Redbull (ca. 40 % Vol., aber kleineres Volumen) kann pro Getränk weniger reinen Alkohol enthalten als ein voller Long Island. Die Betterbar weist darauf hin, dass die kumulative Wirkung durch die fünf verschiedenen Spirituosen besonders tückisch ist – der Körper metabolisiert Gin, Rum und Tequila nicht zeitgleich auf die gleiche Weise.
Die Kombination aus Koffein (Cola) und Alkohol verstärkt die Fehleinschätzung zusätzlich: Während Koffein wach macht, steigt der Blutalkoholspiegel weiter an.
Wer mehrmals Long Island trinkt, muss mit einer Alkoholwirkung rechnen, die deutlich über der von reinen Shots liegt – trotz des harmlosen Erscheinungsbilds.
Ist ein Long Island das stärkste Getränk?
Der Mythos vom stärksten Cocktail der Welt hält sich hartnäckig – doch die Realität ist differenzierter. Zwar gehört der Long Island mit 22 % Vol. zu den stärksten Longdrinks, an der absoluten Spitze stehen andere Kreationen.
Stärkste Cocktails weltweit
Klassiker wie der Zombie (ca. 30 % Vol.) oder der Kameltrek übertreffen den Long Island deutlich. Die deutschsprachige Wikipedia listet mehrere Varianten mit höherem Alkoholgehalt auf, darunter der Texas Tea mit zusätzlichem Bourbon. Entscheidend ist das Verhältnis von Spirituosen zu Mixer: Je weniger Saft oder Sirup, desto höher der Alkoholgehalt.
Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Varianten im Vergleich:
| Variante | Besonderheit | Alkoholgehalt (ca.) |
|---|---|---|
| Original Long Island | 5 Spirituosen, Cola | 22 % Vol. |
| Texas Tea | Zusätzlicher Whiskey | 25 % Vol. |
| Long Beach | Cranberry statt Cola | 20–22 % Vol. |
| Adios Motherfucker | Blue Curaçao, Soda | 18–20 % Vol. |
| Zombie | Mehr Fruchtsaft, aber stark | 30 % Vol. |
Mythen um Long Island
Dass der Long Island als „stärkster Cocktail” gilt, liegt weniger an der reinen Alkoholmenge als an der Täuschung: Das Getränk sieht aus wie Eistee, schmeckt nach Cola und Limette, und die fünf verschiedenen Spirituosen wirken zusammen stärker, als die Mathematik vermuten lässt. Die Spirit Sirens dokumentieren mindestens ein Dutzend Varianten – von Cranberry (Long Beach) bis Blue Curaçao (Adios Motherfucker).
Der Long Island verdankt seinen Ruf also weniger der objektiven Stärke als der subjektiven Wirkung: Fünf verschiedene Rauschmittel, die unterschiedlich metabolisiert werden, plus Koffein, das die Ermüdungswarner unterdrückt. Das macht ihn gefährlicher als viele technisch stärkere Drinks.
Fazit: Der Long Island Iced Tea ist kein rekordverdächtiger Alkoholcocktail, aber durch die Täuschung durch Cola und Limette sowie die Kombination aus fünf Spirituosen ein Getränk, vor dem Einsteiger sich gründlich in Acht nehmen sollten. Wer den Cocktail dennoch probieren möchte, greift zur alkoholfreien Variante mit Eistee und Cola – oder beschränkt sich auf einen pro Abend.
“The drink has a much higher alcohol concentration (approximately 22 percent) than most highball drinks due to the relatively small amount of mixer.”
“Made with five different spirits, the Long Island Iced Tea contains 3.75 ounces of alcohol, which amounts to two and a half shots.”
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Der Long Island Ice Tea mischt fünf Spirituosen zu einem starken Cocktail, wobei Rezept mit Zutaten & Alkoholgehalt die genauen Mengen und den Alkoholgehalt beleuchtet.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält sich ein Long Island Iced Tea?
Ein Long Island Iced Tea sollte sofort getrunken werden. Durch die Cola verliert der Drink schnell Kohlensäure, und die Verdünnung durch schmelzendes Eis verändert den Geschmack innerhalb von Minuten. Spätestens nach 30 Minuten ist das Getränk nicht mehr genießbar.
Kann man Long Island Iced Tea alkoholfrei machen?
Ja, eine alkoholfreie Version ersetzt die Spirituosen durch Eistee Zitrone und Limettensaft, fügt Sirup für Süße hinzu und verwendet Cola als Topping. Die long-island-iced-tea.com empfiehlt 150 ml Eistee, 150 ml Cola, 3 cl Limettensaft und 1,5 cl Sirup.
Welche Gläserart passt zu Long Island Iced Tea?
Ein Longdrinkglas (Highball) mit einem Fassungsvermögen von 300–400 ml ist ideal. Das Glas sollte genügend Platz für Eis, die geschüttelten Zutaten und ausreichend Cola bieten.
Wie serviert man Long Island Iced Tea richtig?
Der Cocktail wird traditionell in einem Longdrinkglas über frischem Eis serviert. Ein Strohhalm erleichtert das Trinken, und eine Limettenscheibe oder Zitronenscheibe am Rand dient als Dekoration und optionale Geschmacksverstärkung.
Gibt es kalorienarme Varianten von Long Island Iced Tea?
Kalorienreduzierte Versionen ersetzen Cola durch diet Cola und reduzieren den Sirup. Die Spirituosen selbst bleiben jedoch kalorienreich. Ein reduzierter Long Island enthält etwa 200–250 kcal pro Glas.
Welcher Rum eignet sich für Long Island Iced Tea?
Weißer Rum (White Rum) ist die Standardwahl, weil er geschmacklich neutral bleibt und die anderen Spirituosen nicht überlagert. Dunkler Rum würde den Geschmack stark verändern und den Charakter des Getränks zerstören.
Ist Long Island Iced Tea für Anfänger geeignet?
Nein. Der Cocktail ist aufgrund der hohen Alkoholkonzentration, der Maskierung durch Cola und der Kombination aus fünf verschiedenen Spirituosen für unerfahrene Trinker nicht zu empfehlen. Ein bis zwei Long Islands pro Abend sollten für Anfänger die absolute Obergrenze sein.