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Wenn morgen Bundestagswahl wäre: Aktuelle Umfragen 2025

Lukas Tim Schulz Hoffmann • 2026-06-07 • Gepruft von Elias Hoffmann

Stellen Sie sich vor, morgen wäre Bundestagswahl – laut aktueller Sonntagsfrage liegen Union und AfD fast gleichauf. Welche Koalitionen möglich sind und wie verlässlich die Zahlen sind, lesen Sie hier.

Letzte große Umfrage (Forsa, Juni 2025): Union 25 %, AfD 24 %, SPD 15 %, Grüne 12 %, Linke 10 %, BSW 4 %, FDP 3 % ·
Nächste reguläre Bundestagswahl: voraussichtlich September 2029 ·
Anzahl relevanter Umfrageinstitute: 6 (INSA, Forsa, Infratest dimap, Ipsos, GMS, Allensbach) ·
Quelle für Echtzeit-Hochrechnung: Wahlrecht.de (Aggregator aller Institute)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert (Wahlrecht.de)
  • Ob die Linke (10 %) in den Bundestag einzieht (Statista / Forsa)
  • Wie sich die Umfragen bis zur Wahl 2029 verändern (Wahlrecht.de)
3Zeitleisten-Signal
  • Bundestagswahl September 2025: Union 28,6 % (Statista / Forsa)
  • Juni 2025: Forsa zeigt Union 25 %, AfD 24 % (Statista / Forsa)
  • Nächste Wahl: voraussichtlich September 2029
4Wie es weitergeht
  • Sollte morgen gewählt werden: Union und AfD liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen (Wahlrecht.de)
  • Wahrscheinlichste Koalition: Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün (Wahlrecht.de)
  • BSW und FDP zittern um Einzug (Statista / Forsa)

Die folgende Tabelle zeigt den Vergleich der aktuellen Umfrage mit dem Wahlergebnis 2025.

Sechs Parteien, eine Tendenz: Während die Union leicht verliert, bleibt die AfD stark – die Ampelparteien SPD, Grüne und FDP müssen Federn lassen.
Partei Aktuelle Sonntagsfrage (Forsa, Juni 2025) Bundestagswahlergebnis 2025 Differenz
Union (CDU/CSU) 25 % 28,6 % −3,6 %
AfD 24 % 20,8 % +3,2 %
SPD 15 % 16,4 % −1,4 %
Grüne 12 % 11,6 % +0,4 %
Linke 10 % (nicht im Bundestag 2025) Neu
BSW 4 % 4,9 % −0,9 %
FDP 3 % (nicht im Bundestag 2025) Unverändert
Sonstige 7 %

Welche Partei würde gewinnen, wenn morgen Bundestagswahl wäre?

Aktuelle Spitzenreiter laut Sonntagsfrage

  • Die Union (CDU/CSU) führt mit 25 % (Statista / Forsa Sonntagsfrage)
  • Die AfD folgt mit 24 % – ein historisch knapper Abstand (Statista / Forsa)
  • SPD (15 %) und Grüne (12 %) liegen weit abgeschlagen (Statista / Forsa)

Die Forsa-Werte vom Juni 2025 zeigen ein Patt: Union und AfD trennt nur ein Prozentpunkt. Das wäre die knappste Führung einer Partei seit Jahren. Die Union verliert im Vergleich zur Bundestagswahl 2025 (28,6 %) rund 3,6 Punkte – die AfD legt um 3,2 Punkte zu. Die Wahlrecht.de (Aggregator aller Institute) zeigt eine ähnliche Tendenz, auch wenn die genauen Werte leicht streuen.

Die Verschiebung

Die Union verliert Wähler an die AfD, während SPD und Grüne keine neuen Stimmen gewinnen. Der Rechtsruck in der Wählergunst ist unübersehbar – und wäre morgen Bundestagswahl, säße die AfD mit fast einem Viertel der Sitze im Parlament. Wahlrecht.de

Stimmenanteile der Union, AfD, SPD, Grünen im Detail

Ein genauer Blick auf die Forsa-Umfrage vom Juni 2025 (veröffentlicht über Statista / Forsa Sonntagsfrage): Die Union liegt bei 25 %, die AfD bei 24 %, die SPD bei 15 %, die Grünen bei 12 %, die Linke bei 10 %, das BSW bei 4 % und die FDP bei 3 %. Linke und BSW sind neu im Feld – das BSW verfehlte 2025 mit 4,9 % die Fünf-Prozent-Hürde (Statista / Forsa).

Kurz gefasst

Diese Werte bedeuten: Sollte die Linke (10 %) sicher einziehen, die FDP (3 %) und das BSW (4 %) hingegen draußen bleiben, ergäbe sich ein Sechsparteienparlament mit Union, AfD, SPD, Grünen, Linken und einigen Sonstigen.

Kein Block hätte eine Mehrheit. Die Implikation: Koalitionsverhandlungen würden kompliziert – und wahrscheinlich auf Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün hinauslaufen.

Das Fazit

Union und AfD liegen Kopf an Kopf, die Ampelparteien sind abgestürzt. Eine stabile Regierung ist ohne Dreierbündnis nicht möglich.

Wie hoch ist der AfD-Stimmenanteil laut aktueller Umfrage?

AfD-Umfragewerte im Vergleich zu anderen Parteien

Die AfD erreicht in der aktuellen Forsa-Auswertung 24 % (Statista / Forsa Sonntagsfrage). Damit liegt sie nur einen Punkt hinter der Union – aber mit deutlichem Vorsprung vor SPD (15 %) und Grünen (12 %). Vergleicht man mit der Bundestagswahl 2025 (AfD: 20,8 %), zeigt sich ein Plus von 3,2 Prozentpunkten. Das ist der größte Zuwachs aller Parteien.

  • AfD: 24 % (Forsa Juni 2025)
  • Union: 25 % (Forsa)
  • SPD: 15 % (Forsa)
  • Grüne: 12 % (Forsa)
  • Linke: 10 % (Forsa)
  • BSW: 4 % (Forsa)
  • FDP: 3 % (Forsa)

Die INSA-Umfrage vom Oktober 2025 (laut Wahlrecht.de) zeigt ein ähnlich hohes Niveau für die AfD, teils sogar 25 %.

Entwicklung der AfD seit der letzten Bundestagswahl

Seit September 2025 hat die AfD in den Umfragen kontinuierlich zugelegt. Laut Wahlrecht.de lag die Partei im November 2025 bei 22 %, im Februar 2026 bei 23 % und erreicht nun im Juni 2025 (Anmerkung: Die Zeitangaben in den Quellen sind inkonsistent; die aktuellsten Daten sind Juni 2025) 24 %. Der Trend ist eindeutig: Die AfD profitiert von Unzufriedenheit mit der Ampelkoalition und der Wirtschaftslage.

Der Trade-off: Je stärker die AfD wird, desto schwieriger werden Koalitionsbildungen – und desto größer der Druck auf die Union, ein konservatives Profil zu schärfen.

Was zu beachten ist

Die Umfragen messen die aktuelle Stimmung, nicht die Wahlabsicht am Wahltag. Ein Vorsprung von 1–2 Prozentpunkten liegt im Rahmen der Fehlertoleranz – theoretisch könnte die AfD auch vor der Union liegen. Infratest dimap

Das bedeutet: Der knappe Vorsprung der Union ist nicht stabil – jede neue Umfrage kann die Reihenfolge ändern.

Welche Koalition wäre nach aktuellen Umfragen möglich?

Koalitionsrechner auf Basis der Umfragedaten

Keine Partei erreicht derzeit eine absolute Mehrheit. Auf Basis der Forsa-Werte (Union 25 %, AfD 24 %, SPD 15 %, Grüne 12 %, Linke 10 %, BSW 4 %, FDP 3 %) wären rechnerisch folgende Zweierbündnisse möglich:

  • Union + SPD (25 % + 15 % = 40 %) – deutlich unter 50 %
  • Union + Grüne (25 % + 12 % = 37 %) – ebenso unzureichend
  • Union + AfD (25 % + 24 % = 49 %) – knapp unter absoluter Mehrheit, faktisch aber ausgeschlossen („Brandmauer“)
  • AfD + SPD + Grüne (24 % + 15 % + 12 % = 51 %) – rechnerisch möglich, aber politisch unrealistisch

Keine Zweierkoalition erreicht die 50-Prozent-Marke. Dreierbündnisse wären nötig, etwa Union + SPD + FDP (25 % + 15 % + 3 % = 43 %) oder Union + SPD + Grüne (25 % + 15 % + 12 % = 52 %). Letzteres wäre ein „Groko-plus“-Modell, das aber inhaltlich schwer zu vermitteln wäre.

Ampel, Groko oder Schwarz-Grün: Was ist realistisch?

Die bisherige Ampelkoalition (SPD, Grüne, FDP) hätte rechnerisch nur 30 % (15 % + 12 % + 3 %) – das ist keine Basis. Schwarz-Rot (Union + SPD) käme auf 40 %, zu wenig. Schwarz-Grün (Union + Grüne) auf 37 %. Die einzige Kombination, die über 50 % kommt, ist Union + SPD + Grüne (52 %). Eine „Große Koalition“ im klassischen Sinne ist rechnerisch unmöglich.

Die Implikation: Selbst wenn morgen Bundestagswahl wäre, stünde Deutschland vor wochenlangen Koalitionsverhandlungen – und einer Minderheitsregierung oder einem instabilen Dreierbündnis.

Wo finde ich die neuesten Wahlumfragen heute?

Die wichtigsten Umfrageinstitute: INSA, Forsa, Infratest dimap

  • Forsa: Veröffentlicht wöchentlich die Sonntagsfrage im Auftrag von RTL/n-tv (Statista / Forsa Sonntagsfrage)
  • INSA: Erstellt regelmäßig Umfragen für die Bild-Zeitung – oft mit leicht abweichenden Werten (Wahlrecht.de)
  • Infratest dimap: Führt den ARD-Deutschlandtrend durch (monatlich)
  • Ipsos: Erhebt Daten für das Ipsos Germany Pulse (Wahlrecht.de)
  • GMS: Veröffentlicht regelmäßig im Auftrag der Bundesregierung (unregelmäßig)
  • Allensbach: Führt das Politbarometer durch (quartalsweise)

Alle Institute veröffentlichen ihre Ergebnisse auf ihren Webseiten. Eine bequeme Übersicht bietet der Aggregator Wahlrecht.de (Aggregator aller Institute), der die Daten fast täglich aktualisiert.

Aggregatoren wie Wahlrecht.de und Dawum.de

  • Wahlrecht.de: Listet alle aktuellen Sonntagsfragen aller Institute auf, inklusive Zeitverlauf und Koalitionsrechner (Wahlrecht.de)
  • Dawum.de: Bietet einen einfachen, mobilfreundlichen Überblick über die neuesten Umfragen (Stand: Juni 2025)

Für Leser, die täglich aktualisierte Werte suchen, sind diese Seiten der schnellste Weg. Die Daten werden von den Instituten selbst bereitgestellt – die Aggregatoren übernehmen keine eigene Erhebung, sondern bündeln nur.

Schnell gefunden

Wahlrecht.de und Dawum.de liefern gebündelt die aktuellen Sonntagsfragen aller Institute – ideal für den täglichen Blick auf die Stimmungslage.

Wie zuverlässig sind Wahlumfragen zur Bundestagswahl?

Methodik der Umfrageinstitute

Alle großen Institute verwenden repräsentative Telefon- und Onlinebefragungen (Forsa: telefonisch, INSA: online, Infratest dimap: Telefon-Online-Mix). Die Stichprobengrößen liegen zwischen 1.000 und 2.500 Personen (Wahlrecht.de). Die Fehlertoleranz beträgt etwa 2–3 Prozentpunkte für die großen Parteien, bei kleinen Parteien (unter 5 %) bis zu 1–2 Punkte.

Ein wichtiger Unterschied: Die Sonntagsfrage fragt nach der Wahlabsicht an diesem Sonntag, nicht nach der tatsächlichen Stimme am Wahltag. Nichtwähler, taktische Wähler und Wechselwähler werden nur unzureichend abgebildet.

Die Methodenfalle

Eine Umfrage vom Januar 2025 (Wahlrecht.de) zeigte einen Unterschied von 5 Prozentpunkten zwischen Forsa und INSA für die Union. Solche Abweichungen sind methodisch bedingt – kein Institut liefert ein genaues Abbild der Realität.

Abweichungen zwischen Umfrage und Wahlergebnis

Bei der Bundestagswahl 2025 lagen die Umfragen im Schnitt 2,3 Prozentpunkte neben dem tatsächlichen Ergebnis (Statista / Forsa). Die größte Abweichung gab es bei der Union (Umfragen sahen sie bei 27 %, tatsächlich 28,6 %). Die AfD wurde meist etwas unterschätzt (Umfragen 19 %, Ergebnis 20,8 %).

Fazit: Umfragen sind ein nützliches Stimmungsbild, aber keine Prognose. Wer morgen tatsächlich gewählt würde, kann erst der Wahlabend zeigen – und selbst dann spielen taktische Wahlentscheidungen und Wetter eine Rolle.

Der Haken

Die aktuelle Umfrage (Forsa Juni 2025) zeigt die AfD bei 24 % – das liegt außerhalb der Fehlertoleranz der meisten Institute. Sollte sich dieser Trend bis zur Wahl 2029 fortsetzen, wäre die AfD erstmals stärkste Kraft im Osten.

Damit bleibt abzuwarten, ob die Union ihren Vorsprung halten kann – oder ob die AfD aufholt.

Timeline-Signal: Die nächste reguläre Bundestagswahl ist für September 2029 geplant. Bis dahin können sich die Mehrheitsverhältnisse noch massiv verschieben.

Wer wissen möchte, wie die Parteien aktuell abschneiden, findet bei aktuelle Sonntagsfragen und Analysen eine detaillierte Aufschlüsselung der Umfrageergebnisse.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl?

Die Sonntagsfrage ist eine Umfrage, die fragt: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“ Sie misst die aktuelle Wahlabsicht, nicht die tatsächliche Wahlentscheidung am Wahltag (Wahlrecht.de).

Wie oft werden Wahlumfragen aktualisiert?

Die Institute veröffentlichen unterschiedlich oft: Forsa wöchentlich, Infratest dimap monatlich, INSA im Auftrag der Bild unregelmäßig (Wahlrecht.de).

Warum unterscheiden sich die Ergebnisse von INSA und Forsa?

Methodische Unterschiede: Forsa befragt telefonisch, INSA online. Stichproben- und Gewichtungsunterschiede führen zu Abweichungen von bis zu 5 Prozentpunkten (Wahlrecht.de).

Kann ich einer Umfrage vertrauen?

Umfragen haben eine Fehlertoleranz von 2–3 Prozentpunkten. Sie sind ein Stimmungsbild, keine Prognose. Bei knappen Rennen wie aktuell (Union 25 %, AfD 24 %) liegt der tatsächliche Ausgang im Rahmen der Toleranz (Statista / Forsa).

Was bedeutet „Prognose Bundestagswahl 2029“?

Eine Prognose ist eine Vorhersage auf Basis von Umfragen, Modellen und historischen Daten. Da die Wahl erst 2029 stattfindet, ist jede Prognose mit erheblichen Unsicherheiten behaftet (Wahlrecht.de).

Wie wird die erste Hochrechnung am Wahlabend erstellt?

Die erste Hochrechnung basiert auf repräsentativen Wählerbefragungen (Exit Polls) und gemeldeten Ergebnissen aus ausgewählten Wahlbezirken. Sie wird von ARD/ZDF in Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen erstellt.

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