
Nissan Micra: Neupreis, Probleme, Elektroversion und mehr
Wer einen zuverlässigen Kleinwagen sucht, stößt früher oder später auf den Nissan Micra. Seit über 40 Jahren begleitet er Autofahrer durch den Alltag – und steht jetzt vor einer radikalen Veränderung. Denn der neue Micra ist kein Benziner mehr, sondern fährt vollelektrisch vor. Was das für Preis, Reichweite und Alltagstauglichkeit bedeutet, zeigt dieser Überblick.
Markteinführung: 1982 (als Datsun Micra) · Aktuelle Generation: Elektrisches Stadtauto (ab 2024) · Bekannt für: Niedrige Betriebskosten und einfaches Fahrverhalten · Angebotene Antriebe: Benziner und vollelektrisch
Kurzüberblick
- Sechste Generation ist vollelektrisch (ADAC)
- Startpreis um 28.000 Euro (ADAC)
- Reichweite bis 416 Kilometer (firmenauto)
- Niedrige Betriebskosten (Carwow)
- Exakte Neupreise für 2026 in Irland noch nicht bestätigt
- Technische Daten des E-Micra je nach Markt variabel
- Rosthäufigkeit nicht genau beziffert
- 1982: Datsun Micra startet
- 2016: Letzte Benziner-Generation (K14)
- 2024: Elektro-Micra vorgestellt
- E-Micra auf CMF-BEV-Plattform (ADAC)
- Zwei Batterieoptionen (40 und 52 kWh) (ADAC)
- Konkurrenz: Renault 5 (firmenauto)
Was kostet der Nissan Micra neu?
Der Preis des neuen Nissan Micra ist der erste große Unterschied zu seinen Vorgängern. Während der letzte Benziner 2022 noch unter 20.000 Euro startete, beginnt die elektrische Version deutlich höher.
Fünf Preisangaben, eine klare Tendenz: Der Einstieg liegt um die 28.000 Euro.
| Modell / Ausstattung | Antrieb / Akku | Preis (brutto) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Micra Basis | 40 kWh, 90 kW (122 PS) | 27.990 € | InsideEVs Deutschland |
| Micra Advance | 40 kWh, 90 kW (122 PS) | 29.990 € | firmenauto |
| Micra Advance | 52 kWh, 110 kW (150 PS) | 32.990 € | firmenauto |
| Micra Evolve | 52 kWh, 110 kW (150 PS) | 34.900 € | firmenauto |
| Micra (stärkere Version) | 52 kWh, 110 kW (150 PS) | 32.990 € | InsideEVs Deutschland |
Der Preisaufschlag von rund 8.000 Euro gegenüber dem letzten Benziner-Modell ist eine Veränderung, die sich Käufer bewusst machen sollten. Carwow (deutscher Auto-Vergleichsdienst) sieht dafür den technischen Fortschritt als Grund – die Plattform teilt sich der Micra mit dem Renault 5.
Die Implikation: Wer unter 25.000 Euro bleiben muss, greift zum gebrauchten Benziner-Micra. Der neue Micra ist kein günstiger Einstieg mehr, aber das erste ernstzunehmende Elektro-Stadtauto von Nissan.
Der E-Micra kostet rund 8.000 Euro mehr als der letzte Benziner von 2022. Käufer mit kleinem Budget müssen umdenken – oder auf den Gebrauchtmarkt ausweichen.
Die Mehrkosten von 8.000 Euro sind eine Investition in die Zukunft, die sich durch geringere Betriebskosten relativieren kann.
Neupreis für den aktuellen elektrischen Micra
- Basisversion mit 40-kWh-Akku: 27.990 € (InsideEVs Deutschland (Fachmagazin für Elektromobilität))
- Mittlere Ausstattung Advance mit 40 kWh: 29.990 € (firmenauto (Branchenmedium für Flottenkunden))
- Topversion Evolve mit 52 kWh: 34.900 € (firmenauto)
Preis in Irland
Für den irischen Markt liegen noch keine offiziellen Preislisten vor, aber die Tendenz ist klar: Der Basispreis dürfte inflationsbedingt um 2.000 bis 3.000 Euro über dem deutschen Niveau liegen, abhängig von Steuern und Förderungen.
Preis für das Modelljahr 2026
Die ersten Auslieferungen des E-Micra sind für 2025/2026 geplant. Eine offizielle Preisliste für das Modelljahr 2026 gibt es noch nicht. MeinAuto.de (deutscher Neuwagen-Konfigurator) rechnet mit einem Einstieg knapp unter 30.000 Euro.
Günstigster Nissan Micra (gebraucht)
Gebrauchte Benziner-Modelle der Generationen K13 (2010–2016) und K14 (2016–2022) sind bereits ab 5.000 Euro erhältlich. Das ist eine Alternative für Käufer mit begrenztem Budget.
Die Wahl zwischen neuem Elektro-Micra und gebrauchtem Benziner ist eine Entscheidung für oder gegen niedrige Anschaffungskosten. Wer den Neupreis scheut, findet im Gebrauchtmarkt solide Optionen.
Sind Nissan Micra gute Autos?
Die Frage stellen sich viele – und die Antwort hängt von der Generation ab. Der Micra war nie ein Hingucker, aber er hat eine Eigenschaft, die ihn bis heute relevant macht: er ist verlässlich und günstig im Unterhalt.
Der Carwow (Auto-Vergleichsportal) hebt hervor, dass der Micra besonders als Stadtauto überzeugt: leicht zu manövrieren, sparsam und mit einem ausgereiften Fahrwerk.
Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit
- Insgesamt solide Qualität (Carwow)
- Häufigste Probleme: Rost bei älteren Modellen (K11, K12)
- Gute Ersatzteilversorgung
Sicherheitsbewertungen
- Letzte Generation (K14): 4 von 5 Sternen im Euro NCAP Test
- Der neue E-Micra wurde noch nicht getestet
- Sicherheitsausstattung variiert je nach Ausstattungslinie
Fahrverhalten und Komfort
Carwow beschreibt das Fahrverhalten als leicht und wendig – ideal für die Stadt. Die Federung ist eher weich abgestimmt, was auf längeren Strecken weniger komfortabel sein kann.
Der Clou: Wer einen Kleinwagen für die Stadt sucht, bekommt mit dem Micra ein Auto, das genau dafür gemacht wurde. Die Kehrseite: Langstreckenfahrer sollten sich nach Alternativen umsehen.
Was ist das häufigste Problem beim Nissan Micra?
Wie bei vielen Kleinwagen gibt es auch beim Micra generationstypische Schwachstellen. Das auffälligste Muster ist eindeutig: Rost bei älteren Baujahren.
Rost an älteren Modellen (K11, K12)
- K11 (1992–2002): Rost an Radkästen und Schwellern
- K12 (2002–2010): Rost an Hinterachse und Kotflügeln
- Häufigkeit nicht genau beziffert, aber bekanntes Problem
Elektronikprobleme bei neueren Generationen
- K13 (2010–2016): Kupplungsgeberzylinder defekt
- K14 (2016–2022): Gelegentlich elektrische Fensterheber oder Sensoren betroffen
Motor- und Getriebeschwächen
Die kleinen Benziner (1.0, 1.2 Liter) gelten als robust. Probleme treten vor allem bei vernachlässigter Wartung auf. Der K13 Micra neigt zu Problemen mit dem Kupplungsgeberzylinder.
Gerade die älteren Generationen K11 und K12 sind rostanfällig. Käufer sollten vor dem Kauf die Radkästen, Schweller und die Hinterachse genau prüfen – sonst drohen teure Reparaturen.
Das Ergebnis: Ältere Micra-Modelle sind wartungsintensiver, neuere zuverlässiger. Die Wahl der Generation entscheidet über die Anfälligkeit.
Gibt es den Nissan Micra als Benziner?
Ja – aber nur noch gebraucht. Der neue Micra ist ein reines Elektroauto. Wer einen Benziner möchte, muss auf die Vorgängergenerationen zurückgreifen.
Benzinmotoren der letzten Generationen
- K13 (2010–2016): 1.2 Liter, 80 PS
- K14 (2016–2022): 1.0 Liter, 100 PS (ECU)
- K14: 1.2 Liter, 80 PS (EFE)
Der neue vollelektrische Micra
Der neue Micra wird ausschließlich elektrisch angeboten – bestätigt durch den ADAC (deutscher Automobilclub).
Welcher Motor ist empfehlenswert?
Für den Gebrauchtwagenkauf: Der 1.2-Liter-Benziner mit 80 PS aus dem K13 gilt als besonders langlebig und sparsam.
Die Abwägung: Benziner sind günstiger in der Anschaffung, aber der E-Micra lockt mit niedrigen Stromkosten. Wer die Umwelt schonen will, wählt den Stromer. Wer den Cent umdrehen muss, bleibt beim Verbrenner.
Wie hoch sind die Betriebskosten des Nissan Micra?
Ein Kleinwagen – das bedeutet in der Regel niedrige Kosten. Aber wie niedrig genau? Die Antwort hängt von der Antriebsart ab.
Kraftstoffverbrauch und Versicherung
- Benziner: ca. 5–6 l/100 km
- Elektro: ca. 15–17 kWh/100 km (geschätzt)
- Versicherung: günstig (moderate Einstufung)
Wartung und Reparaturen
Regelmäßige Wartung ist günstig, Ersatzteile sind weit verbreitet. Besonders die kleineren Benziner sind wartungsarm.
Steuern und Wertverlust
- Steuer: niedrig (Benziner ca. 120 g CO₂/km)
- Wertverlust: moderat bei jungen Gebrauchten
Das Ergebnis: Der Micra bleibt ein günstiges Auto – egal ob mit Benzin oder Strom. Die Differenz liegt vor allem in der Anschaffung, nicht im Unterhalt.
Zeitleiste: Sechs Generationen des Nissan Micra
- 1982: Einführung als Datsun Micra (K10)
- 1992: Zweite Generation (K11) – runderes Design
- 2002: Dritte Generation (K12) – modernere Sicherheit
- 2010: Vierte Generation (K13) – erster 5-Türer
- 2016: Fünfte Generation (K14) – Infotainment-Update
- 2024: Vorstellung des vollelektrischen Micra
Sechs Generationen in 42 Jahren – der Micra hat sich langsam, aber konsequent weiterentwickelt. Der größte Sprung ist der jetzige: weg vom Verbrenner, hin zur Elektromobilität.
Technische Daten im Vergleich
Zwei Antriebe, zwei Welten: Der letzte Benziner und der neue Elektro-Micra im direkten Vergleich.
| Merkmal | Benziner (K14, 1.0 l) | Elektro (40 kWh) | Elektro (52 kWh) |
|---|---|---|---|
| Leistung | 100 PS (73 kW) | 122 PS (90 kW) | 150 PS (110 kW) |
| Verbrauch / Energie | ca. 5–6 l/100 km | ca. 15–17 kWh/100 km | ca. 15–17 kWh/100 km |
| Reichweite (WLTP) | ca. 600 km (Tank) | 317 km | 416 km |
| CO₂-Ausstoß | ca. 120 g/km | 0 g/km (lokal) | 0 g/km (lokal) |
| Länge | ca. 3,99 m | ca. 3,99 m | ca. 3,99 m |
| Anschaffungspreis (neu) | ca. 20.000 € (2022) | ab 27.990 € | ab 32.990 € |
Die Daten zeigen: Der Elektro-Micra ist stärker, sauberer – aber teurer und reichweitenbegrenzter. Für den täglichen Stadtverkehr reicht die Reichweite aus. Für die Langstrecke bleibt der Benziner die praktischere Wahl.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Positiv
- Niedrige Betriebskosten (Stadtverkehr)
- Leichtes, wendiges Fahrverhalten
- Elektroversion mit langer Reichweite (bis 416 km)
- Gute Ersatzteilversorgung
Negativ
- Rostgefahr bei älteren Generationen
- Hoher Neupreis des E-Micra
- Keine Langstrecken-Reichweite im E-Micra
- Nur als Elektroauto neu erhältlich
Die Liste zeigt: Der Micra bleibt ein solides Gesamtpaket, bei dem Käufer je nach Generation gezielt Abstriche machen müssen.
Stimmen aus Fachpresse und Hersteller
„Der brandneue Nissan Micra wird als elektrisches Stadtauto beworben.”
„Der Nissan Micra wird seit Ende 1982 in mehreren Generationen gebaut.”
„Der Micra eignet sich gut als Stadtauto, leise und ausgereiftes Fahrwerk.”
Die Einschätzungen von Herstellern, neutralen Quellen und Fachpresse fallen durchweg positiv aus – mit dem klaren Fokus auf den Stadtverkehr.
Warum sich die Entscheidung heute anders anfühlt
Der Nissan Micra steht an einem Scheideweg. Die neue Elektroversion ist modern, leise und emissionsfrei – aber sie kostet deutlich mehr als die Benziner-Vorgänger. Für Käufer in Deutschland und Österreich, die ein günstiges Stadtauto suchen, ist der gebrauchte Benziner-Micra weiterhin die pragmatische Wahl. Für alle, die auf Elektromobilität setzen wollen, bietet der neue E-Micra eine ernstzunehmende Alternative. Die Abwägung ist simpel: niedrige Anschaffungskosten versus niedrige laufende Kosten. Für den typischen Stadtpendler in Berlin oder Wien ist der E-Micra die vernünftigere Investition – vorausgesetzt, die höhere Anfangshürde lässt sich stemmen.
Wer sich für die Elektroversion interessiert, findet beim Elektro-Micra 2025 in Frankreich detaillierte Angaben zu Preisen und Reichweiten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Generationen des Nissan Micra sind besonders gefragt?
Besonders gefragt sind der K13 (2010–2016) wegen seiner Zuverlässigkeit und der neue vollelektrische Micra (ab 2024) als modernes Stadtauto.
Welche Sicherheitsfeatures bietet der neue E-Micra?
Die letzte Benziner-Generation (K14) erhielt 4 von 5 Sternen im Euro NCAP Test. Der neue E-Micra bietet moderne Assistenzsysteme, wurde aber noch nicht getestet.
Ist der Nissan Micra als Erstwagen geeignet?
Ja, der Micra eignet sich gut als Erstauto. Er ist günstig im Unterhalt, leicht zu manövrieren und es gibt eine große Auswahl an gebrauchten Benzinern.
Worauf sollte man beim Kauf eines gebrauchten Micra achten?
Achten Sie bei älteren Modellen (K11, K12) genau auf Rost an Radkästen, Schwellern und der Hinterachse. Bei neueren Modellen (K13, K14) sind gelegentlich Elektronikprobleme bekannt.
Wie hoch sind die Ladekosten für den E-Micra?
Die Ladekosten hängen vom Strompreis ab. Bei einem Verbrauch von ca. 15–17 kWh/100 km und einem Strompreis von 30 Cent/kWh ergeben sich Kosten von etwa 4,50 bis 5,10 Euro pro 100 Kilometer.
Hat der Nissan Micra eine Anhängerkupplung?
Für einige ältere Generationen gibt es Anhängerkupplungen als Zubehör. Der neue E-Micra ist nicht für Anhängerbetrieb ausgelegt.
Gibt es den Nissan Micra mit Allrad?
Nein, der Micra wurde nie mit Allradantrieb angeboten.